Eine haarige Angelegenheit
Zu meiner Person: Die Laenge meiner Haare stimmte mich nicht mehr gluecklich und so habe ich Simon konsultiert, doch einmal den Haircutter anzuwerfen und kurz drueberzufahren. Leider widerfuhr ihm hierbei ein kleines Missgeschick.
Indem er mir aus Versehen ein Loch hinten in die Frisur saegte, der Aufsatz war heruntergefallen, wurden aus den nun kurzen Haaren zwangsweise sehr kurze Haare. Seht selbst.
Experimente wurden selbstverstaendlich auch durchgefuehrt, hier nur eines der Bilder, die anderen kann man echt nicht zeigen, beim besten Willen nicht.
Bis “bald”. Hahaha. Ein Frisurenwortspiel.
Ein sehr trauriger Vorfall
Ok, es ist etwas ganz Schlimmes passiert.
Wirklich.
So etwas Schlimmes hat sich schon lange nicht mehr auf dem beschaulichen Planeten Erde abgespielt.
Da sitzt man arglos in seinem Zimmer und macht sich darüber Gedanken, dass die 6 Zimmerpflanzen mal wieder eine Ration Wasser vertragen könnten und auf einmal findet man mir nichts, dir nichts die kleine Pflanze rechts auf dem Regal plötzlich nicht mehr ganz so scharf wie die große links bei der Eingangstür. Gut, wenn die Pflanzen jetzt Frauen gewesen wären, dann hätte man es ja vielleicht noch verstehen können, aber es waren nun mal nur Gewächse.
Was war passiert? Schnell ging ich in Gedanken mögliche Lösungsmuster durch, denn dieser Zustand der ungleichen Schärfe befremdete mich ein wenig.
Konnte die rechte Pflanze etwa Kondensnebel gebildet haben, der nun langsam von dieser Seite an mich heranzog und meine Sicht nach und nach trübte?
Oder löste sich vielleicht etwas von dem Verkleidungsmaterial der Decke, wobei Staub aufgewirbelt wurde, der es mir unmöglich machte, einen ordentlichen Blick auf die Raumflora zu meiner Rechten zu werfen?
Nachdem ich das Ausschlussvefahren angewandt hatte, offenbarte sich mir nach kurzer Bedenkzeit von nur circa einhundertfünfunddreißig Minuten die einzig mögliche Lösung dieses verzwickten Vorkommnisses.
Meine Brille war kaputt.
Das rechte Glas mitsamt Bügel hatte sich vom Mittelteil gelöst und hing jetzt lustlos und ohne jede Form von Körperspannung gelangweilt an meinem Ohr herunter.
Einerseits war ich natürlich erfreut darüber, mir des Rätsels Lösung selbstständig erarbeitet zu haben.
Andererseits dachte ich mir: “Scheiße, Brille kaputt.”
Na ja, ich habe ja sowieso eine Neue gebraucht, hab ich dann nach dem Sehtest beim Optiker festgestellt (“G? Ist das ein G, ein großes? Nein halt, ein kleines y… Oder?”).
Vier gemeinsame Jahre haben wir nun verbracht, meine Brille und ich. Eine schöne Zeit. Ganz aus ist es jedoch noch nicht zwischen uns, sie wird nun notdürftig geflickt und darf während meiner Zeit in Südafrika als Ersatzbrille herhalten. Könnte ja sein, dass da der Brillendieb umgeht. Oder, dass ich mich auf die neuen Augengläser draufsetze.
Soll alles schon passiert sein.
Jetzt brauche ich aber allerdings noch einen Namen für meine alte Brille, ich will ihr somit zeigen, dass sie mir immer noch etwas bedeutet, auch wenn sie zukünftig den Platz in meinem Gesicht räumen muss. Vorschläge, anyone?
Hier noch eine Aufnahme von mir, die mich während der Bedenkzeit zeigt.
Man erkennt deutlich, dass ich nachdenke.
Was ich da noch nicht wusste: Meine Brille war kaputt.
Tschüssss


