Die Uhr tickt…
Hier ist er also, der neueste Eintrag. Wie versprochen, am DONNERSTAG… ähem. Es hat sich einiges getan in den letzten Tagen. Um euch entgegenzukommen, will ich mich kurzfassen, so gut es geht. Außerdem untergliedere ich die Themen mal, um das Ganze etwas übersichtlicher zu gestalten.
1) Spenden-Veranstaltungen
gab es eine Menge in letzter Zeit, egal welcher Form. Zum einen waren da Kurzvorträge beim Familienfest der Kirchenchor-Mitglieder oder bei einer Gesangsaufführung meiner Schwester. Außerdem zeigten sich Erik und Bettina Waigel äußerst großzügig, indem sie meinem Projekt die Hälfte aller ihrer Geburtstagsgeschenke (es wurde um Geld und nicht um Sachgaben gebeten) zukommen ließen. Alles in allem kam hier ein sehr ansehnlicher Betrag zusammen, der zusätzlich durch Spenden von Firmen, Verwandten und Bekannten vergrößert wurde.Vielen Dank noch mal an alle, die sich dafür entschieden haben, nicht ganz so schwer beladen nach Hause zu gehen, wie sie gekommen waren.
2) Die Abschieds-Party morgen
wird bestimmt super. Manche von euch werde ich morgen wohl tatsächlich das letzte Mal für eine lange Zeit sehen. Genießen wir diese vorerst letzte, gemeinsame Feier. Zum Ablauf: Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wir grillen und haben von allem genug, greift also ruhigen Gewissens zu.
Wieder mal danke: Diesmal an die nachbarschaftliche Unterstützung von Mumbauers, die uns Zelte und Biergarnituren zur Verfügung gestellt haben. Sollte es regnen, kann das Fest trotzdem weitergehen.
3) Meine Rest-Zeit
hier in Deutschland wird allmählich knapp. Ich fliege zwar erst am 16. August, doch bereits am 29. Juli werde ich auf einem Vorbereitungsseminar auf der Burg Lutter bei Hannover sein, von dem ich erst am 12. zurückkomme. Danach habe ich also nur noch ein paar Tage, um offene Angelegenheiten zu klären und mich ein letztes Mal zu verabschieden.
4) Mein Abschieds-Buch
ist blau. Ich habe vor, dieses noch leere Buch an der Abschiedsfeier herauszugeben. Danach ist es an euch, meine Freunde, die weißen Seiten mit allem zu füllen, was euch einfällt. Hoffentlich kriegen wir das irgendwie hin, dass dieses Buch “herumgeht” und dass es dann gegen Ende meiner Zeit in Deutschland wieder prall gefüllt bei mir auftaucht. Es soll einfach dazu dienen, mich in schweren Stunden wieder ein bisschen aufzumuntern, es würde mich also sehr freuen, wenn ihr euch zahlreich darin verewigt. In welcher Form ihr das macht, möchte ich komplett euch überlassen, sprich ob ihr ein Bild reinklebt, mir was malt oder was ihr eben wollt. Aber bitte nicht reinkacken anständig bleiben. Ich kenne euch.
5) Mein eMail-Postfach
freut sich während des nächsten Jahres auf Post aus heimischen Gefilden. So wie ich euch auf dem Laufenden halten will, könnt ihr mir ja auch mal einen Lagebericht schicken, wie es um euch steht. Man kann aber auch auf dieser Seite hier Kommentare ablassen. Gleich mal ausprobieren!
Schön’n Ab’nd noch.
David
Worte zur Nacht
Heute Morgen hat mein Magen geknurrt. Warum hat er das getan hat? Er enthielt keine Nahrung, er hatte nichts zu tun. Anscheinend konnte er dies nicht verdauen und empfand es für angebracht, seinen Unmut gleich einem wilden Hund durch Knurren kundzutun.An dieser Stelle hätte wohl jeder Andere dem Drängen nachgegeben und gefrühstückt. Mir dagegen schoss sofort ein Gedanke durch den Kopf. Ich zog Parallelen. Wie ähnlich war mein Magen doch den ehrbaren Besuchern dieses Blogs…Schleichend begann das schlechte Gewissen sich einzustellen. Kalter Schweiß rann mir an der Wirbelsäule herab, meine Nackenhaare stellten sich auf. Die treuen Besucher! Wie konnte ich ihnen das nur zumuten? Sie mussten halb verhungert sein…
4 Tage ohne einen neuen Eintrag, das glich einer Radikaldiät. Ein untragbarer Zustand, der Änderung bedurfte. Sofort fuhr ich den Laptop hoch, (den ich übrigens in jedem Post aufs Neue erwähnen muss
) die Wartezeit dazu nutzend, bereits erste Sätze im Geiste auszuformulieren. Mit fliegenden Fingern brachte ich den Satz “Heute Morgen hat mein Magen geknurrt.” aufs elektronische Papier. Danach habe ich gefrühstückt.
Jetzt ist es exakt 23: 59 Uhr. Verzeihung.
So großartige Neuigkeiten gibt es eigentlich heute gar nicht zu verkünden. Die neue Brille ist seit heute Vormittag da und hat sich schon ganz gut eingelebt. Sie ist ihrem Vorgängermodell recht ähnlich. An dieser Stelle muss ich seltsamerweise unweigerlich an Boris Becker denken.
Was gibt es noch? Ich habe heute über Skype (unbedingt empfehlenswert) mit einem Mann aus Mali gesprochen, der auf mich aufmerksam wurde, weil ich in meinem Profil angegeben habe, 106 Jahre alt und weiblich zu sein. Huch, wie ist das denn passiert?
Anhand meines völlig normalen Profilbildes fragte er mich dann noch, ob ich nicht “an old western Lady lost in China” wäre.
Jetzt ist eure Zeit gekommen. Ich bitte euch, mir zu helfen, meinen Minderwertigkeitskomplex wieder loszuwerden. Moment. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass man sich als minderwertig ansehen muss, wenn man als Frau bezeichnet wird, vielmehr wenn Mann als Frau bezeichnet wird. Das ist mir wichtig. Es wird eine schwere Zeit, aber gemeinsam können wir es schaffen.
Hoffentlich können die Brocken, die ich euch heute hingeworfen habe, dazu beitragen, euren Hunger nach mehr ein wenig zu besänftigen. Samstag und Sonntag kommt wieder einiges mehr, versprochen!
Zum Abschluss hätte ich noch gerne angemerkt, dass ich mich über Versicherungen eurerseits, ich würde NICHT wie eine alte Frau aussehen, ganz außerordentlich freuen würde. Super, ich wiederhole mich.
Regen und Technik
Was für ein Wetter hier in Karlsruhe!
Man muss nur den Kopf zum Fenster raushalten und kann sofort nachvollziehen, wie sich ein brennendes Sofa fühlt. Nachdem die Feuerwehr da war.
Es ist erwiesen, dass der menschliche Körper zu einem Großteil aus Wasser besteht.
Machen wir es doch so, wie wir es von unseren Promis gelernt haben. “Vergiss niemals, wo du herkommst! Bleib bei deinen Wurzeln.” Also, ab in den Regen!
Leider hat die Regengeschichte so ziemlich gar nichts mit dem Thema zu tun, welches dafür verantwortlich ist, dass ich gerade vor dem Laptop sitze.
Na ja, kann man nichts machen. Moment mal…. Wie war das? Laptop? “Aha, David hat also einen Laptop”, werdet ihr euch denken. “Interessant” vielleicht auch noch.
Hier scheint mir der richtige Zeitpunkt für dezente Dankesworte gegenüber der DSC Software-AG gekommen zu sein: Danke!
Diese Firma hat sich freundlicherweise bereit erklärt, einen hübschen, tragbaren PC in meine zarten Hände zu legen, damit ich auch in Südafrika in der Lage sein werde, diesen Blog immer auf dem neuesten Stand zu halten. Ist das nicht auch für euch etwas Schönes?
Hurra, hurra, DSC-AG! Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Dankeschön, das war sehr nett.
Ab jetzt heißt DSC bei mir
Die Sind Cool. Ich kann diesen Absatz nicht beenden, ohne nochmals darauf hingewiesen zu haben, dass es absolut nicht üblich ist, an einem Freitagmorgen einfach so einen Laptop gestellt zu bekommen. Aber dass dieser Zustand recht selten eintritt, habt ihr wahrscheinlich schon selbst jeden Freitagmorgen festgestellt, an dem wieder kein Laptop auf euch gewartet hat. Ich schweife ab.
Jetzt wollte ich natürlich noch das eine oder andere Bild hochladen, aber die Digitalkamera funktioniert nicht mehr so, wie ich es gerne hätte. Dann muss man sich halt ein bisschen in Geduld üben.
Schönen Abend noch
David
Ein sehr trauriger Vorfall
Ok, es ist etwas ganz Schlimmes passiert.
Wirklich.
So etwas Schlimmes hat sich schon lange nicht mehr auf dem beschaulichen Planeten Erde abgespielt.
Da sitzt man arglos in seinem Zimmer und macht sich darüber Gedanken, dass die 6 Zimmerpflanzen mal wieder eine Ration Wasser vertragen könnten und auf einmal findet man mir nichts, dir nichts die kleine Pflanze rechts auf dem Regal plötzlich nicht mehr ganz so scharf wie die große links bei der Eingangstür. Gut, wenn die Pflanzen jetzt Frauen gewesen wären, dann hätte man es ja vielleicht noch verstehen können, aber es waren nun mal nur Gewächse.
Was war passiert? Schnell ging ich in Gedanken mögliche Lösungsmuster durch, denn dieser Zustand der ungleichen Schärfe befremdete mich ein wenig.
Konnte die rechte Pflanze etwa Kondensnebel gebildet haben, der nun langsam von dieser Seite an mich heranzog und meine Sicht nach und nach trübte?
Oder löste sich vielleicht etwas von dem Verkleidungsmaterial der Decke, wobei Staub aufgewirbelt wurde, der es mir unmöglich machte, einen ordentlichen Blick auf die Raumflora zu meiner Rechten zu werfen?
Nachdem ich das Ausschlussvefahren angewandt hatte, offenbarte sich mir nach kurzer Bedenkzeit von nur circa einhundertfünfunddreißig Minuten die einzig mögliche Lösung dieses verzwickten Vorkommnisses.
Meine Brille war kaputt.
Das rechte Glas mitsamt Bügel hatte sich vom Mittelteil gelöst und hing jetzt lustlos und ohne jede Form von Körperspannung gelangweilt an meinem Ohr herunter.
Einerseits war ich natürlich erfreut darüber, mir des Rätsels Lösung selbstständig erarbeitet zu haben.
Andererseits dachte ich mir: “Scheiße, Brille kaputt.”
Na ja, ich habe ja sowieso eine Neue gebraucht, hab ich dann nach dem Sehtest beim Optiker festgestellt (“G? Ist das ein G, ein großes? Nein halt, ein kleines y… Oder?”).
Vier gemeinsame Jahre haben wir nun verbracht, meine Brille und ich. Eine schöne Zeit. Ganz aus ist es jedoch noch nicht zwischen uns, sie wird nun notdürftig geflickt und darf während meiner Zeit in Südafrika als Ersatzbrille herhalten. Könnte ja sein, dass da der Brillendieb umgeht. Oder, dass ich mich auf die neuen Augengläser draufsetze.
Soll alles schon passiert sein.
Jetzt brauche ich aber allerdings noch einen Namen für meine alte Brille, ich will ihr somit zeigen, dass sie mir immer noch etwas bedeutet, auch wenn sie zukünftig den Platz in meinem Gesicht räumen muss. Vorschläge, anyone?
Hier noch eine Aufnahme von mir, die mich während der Bedenkzeit zeigt.
Man erkennt deutlich, dass ich nachdenke.
Was ich da noch nicht wusste: Meine Brille war kaputt.
Tschüssss
Abschiedsparty – Da simmer dabei
Hallo Freunde!
Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, werde ich Deutschland bald verlassen und ein Jahr in Südafrika verbringen.
Normalerweise veranstaltet man bei solcherlei Anlässen auch eine Abschiedsparty.
Ich bin da selbstverständlich keine Ausnahme, hiermit seid ihr alle zu eben dieser Feier eingeladen.
Abschiedsparty David
Freitag, 21. Juli 2006
Beginn: Ab ca. 19:00 Uhr
Es soll ja durchaus vorkommen, dass man dem zu Verabschiedenden ein kleines Präsent mitbringt. In meinem Fall möchte ich euch aber bitten, dass, solltet ihr etwas Derartiges vorgehabt haben, dieses Geld lieber auf mein Spendenkonto wandert. Natürlich freue ich mich über Blumen oder Ähnliches, aber noch viel mehr freut es mich, wenn dieses Geld für meinen Auslandsaufenthalt angelegt wird.
Also, ich freue mich auf eine schöne Feier und hoffe, dass ihr alle zahlreich erscheint, um noch ein letztes Mal gemeinsam Spaß zu haben. Am 18. August sitze ich nämlich schon im Flieger nach Afrika.
Bei Rückfragen zur Einladung: david.bruchmann@wi-ev.de, ich werde diesen Text auf jeden Fall noch an alle Leute schicken, die ich für würdig erachte, eingeladen zu werden
Bis dann,
David
Einführende Worte [2] – Jétzt géht’s ló-hòs
So, jetzt hab ich also auch einen Blog.
Und was für einen. „Ein richtiges Prachtexemplar von einem Blog“ könnte man wohl sogar behaupten.
Nun mag beim einen oder anderen aufmerksamen Leser eventuell die Frage nach der Existenzberechtigung von http://davidbruchmann.wordpress.com aufkommen.
Warum gibt es ihn? Was will jener ominöse davidbruchmann damit bezwecken,
was erhofft er sich davon?
Auf diese Frage gibt es sicherlich vielerlei Antwortmöglichkeiten.
Eine davon wäre, dass ich nun in der Lage bin, stolz bei mir in der Gegend herumposaunen
zu können: „Hey, ich hab ‘n Blog! Cool oder?“
Da es hier und da aber ab und zu angebracht ist, etwas mehr Tiefe an den Tag zu legen, entscheide ich mich nach kurzem Überlegen für die Variante zwei.
„Ich habe mir einen Blog angelegt, damit die Menschen, mit denen ich mich umgebe, stets auf dem Laufenden sind und sich ein Bild davon machen können, wie es mit meinem Leben so aussieht.“
Moment mal, da kommt mir soeben ein Gedanke. Was für ein Glück ich doch habe, dass ein Blog dafür konzipiert ist, noch ganz heiße und frische Gedanken und Einfälle unbürokratisch und unmittelbar auf den Bildschirm zu bringen.
Nun ist es ja so, dass eben diese Menschen, mit denen ich mich Tag für Tag oder Nacht für Nacht umgebe, ohnehin immer auf dem Laufenden sind, was meine momentane Lebenssituation angeht.
Warum also unnötigerweise dafür sorgen, dass die kostbare Zeit, in der man Musik hören, chinesische Weisheiten lesen, den heimischen Vorgarten bewässern oder ganz nebenbei mal schnell die Welt retten könnte, dafür verschwendet wird, bereits bekannte Informationen aufzunehmen? Gut, zugegeben, Musik und Blog geht gerade noch, aber fließendes Wasser und Tastatur machen sich nicht sonderlich gut gleichzeitig am selben Ort.
Langer Rede kurzer Sinn, es scheint mir angebracht zu sein, nun doch Variante drei auszupacken.
„Dieser Blog existiert aus dem Grund, dass die Leute, die mir etwas bedeuten, in der Lage sind, sich ein Bild meiner momentanen Lebenssituation zu machen, ist es ihnen doch nicht möglich, mir innerhalb des nächsten Jahres einen persönlichen Besuch abzustatten.“
Aha, da kommen wir der Sache schon ein erhebliches Stück näher. Der Blog dient also sozusagen als Megafon oder interkontinentales Sprachrohr.
Mir fällt gerade auf, dass es unglaublich ist, wie man jeden Scheiss künstlich in die Länge ziehen kann.
Bevor jetzt jemand keine Lust mehr hat, den ganzen Kram hier zu lesen und am Ende diesen Blog noch in schlechter Erinnerung behält, werde ich mich bemühen, die nachfolgenden Informationen schneller zu übermitteln.
Obwohl, lieber schlechte Erinnerung als überhaupt keine…
Sei’s drum. Interkontinental deswegen, weil ich den Rest des wunderbaren Jahres 2006 und noch ein gutes Stück von 2007 nicht in Deutschland verleben werde. Ja, es ist wahr, ich werde gehen. Ein ganzes Jahr lang werde ich nun nicht präsent sein, für alle, die zurück bleiben müssen, wird es ein Jahr voller Entbehrungen werden.
Also: David –> Flugzeug –> Südafrika
Dort befindet sich meine Zivildienststelle, die Ethembeni School.
Hierbei handelt es sich um eine Schule für sehbeeinträchtigte und
körperlich behinderte Kinder.
Mehr zu meinem Projekt kann man bald hier nachlesen, die Seiten von Jonas und Jan-Hendrik, die mich begleiten werden, habe ich bereits verlinkt.
Ja, ich bin ein alter Fuchs, ich weiß.
Gut, das war er jetzt also, der berühmt-berüchtigte „Erste Eintrag“.
Das kann ja heiter werden.
Bis bald
David
Let’s get tha damn thang started
Hi.
Ein großes Hallo an alle, die sich hierher verirrt haben. Absichtlich oder nicht ganz so geplant.
Auf jeden Fall freut es mich, dass ihr hier seid. Echt, ich liebe euch alle.
Jetzt stehe ich leider etwas unter Zeitdruck, so dass ich euch nicht mehr als ein paar kalt hingeschissene Begrüßungszeilen vorsetzen kann.
Man möge es mir verdenke, heute Abend wird alles nachgeholt.
Euer lieber Freund
David